Datum, Zeit und Ort
- 3. Juni 2026
- 17:30
- 079 835 90 46
Ein heisser Juniabend in Wetzikon. Mit einer Gruppe von Interessierten spaziert Daniel Wasser, Geschäftsführer der Fernwärme Wetzikon AG, vom Bahnhof in Richtung Oberwetzikon. Anlass ist die Generalversammlung 2026 von Zürich Erneuerbar, doch sie wird kombiniert mit einer Begehung der aktuellen Bauarbeiten in Wetzikon und einer Einführung in die Energiepolitik von Wetzikon.
Die Bauarbeiten in einzelnen Quartieren sind in vollem Gange, doch die Erschliessung des gesamten Perimeters dauert bis 2031. 2023 wurde die AG mit Beteiligung der Stadt Wetzikon und Energie360° AG gegründet, um bis zu 50% des Wärmebedarfs in Wetzikon raschestmöglich mit lokaler und regionaler Wärme zu decken. Gut 25 Teilnehmende und viele Fragen unterstrichen das grosse Interesse an Wetzikons Fernwärmeprojekt.
Henry Vettiger, zuständiger Stadtrat von Wetzikon, bettete das Projekt in die Umwelt- und Energiepolitik der Stadt ein. Fernwärme ist Teil der Transformation von fossil zu erneuerbar, die durch Energieeffizienz und Eigenproduktion ergänzt wird. In Wetzikon finden u.a. Windmessungen statt, es gibt Flusswasserkraftwerke, ZEV und LEG sind ein Thema ebenso wie lärmarme Beläge und diverse Aktivitäten im Rahmen der Anpassung an den Klimawandel: AsphaltknackerInnen, Baumreihen, versickerungsfähige Beläge u.w. Massnahmen unter dem Titel Schwammstadt. Interessant wurde auch das Projekt «Energietreff» diskutiert, welches mehrmals im Jahr Austausch und praktische Tipps rund um Gebäudesanierungen bietet.
Zu Beginn des statutarischen Teils begrüsste Daniel Sommer neben den anwesenden Mitgliedern und Gästen speziell auch die im Frühling 2026 in kommunale Behörden gewählte Mitglieder – diverse Exekutivmitglieder, aber auch Parlamentsmitglieder.
Die statutarischen Traktanden wurden schnell abgearbeitet, etwas länger wurde die Zukunft des Vereins Zürich Erneuerbar diskutiert: Während bei seiner Gründung 2007 die Sensibilisierung für Energie- und Klimaanliegen bei Behörden und in der Bevölkerung bei Weitem nicht so gross war wie heute, wird es immer schwieriger, auch für interessante Veranstaltungen genügend Teilnehmende zu mobilisieren. Auch die Gewinnung zusätzlicher Gelder, Spenden oder Sponsoringbeiträge wird grundsätzlich nicht einfacher. Aus diesem Grund wurde in diesem Jahr an der GV die Möglichkeit geschaffen, den Verein in einem der folgenden Jahre auflösen zu können.
Zürich Erneuerbar bedankt sich sehr herzlich bei der Stadt Wetzikon für die Gastfreundschaft und bei der Fernwärme Wetzikon für die interessanten Einblicke und die Diskussion!





